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Hauptbaumaßnahme H8
Jenbach
 
Allgemeine Beschreibung
 
Im Hauptbaulos H8 wird ein zweigleisiger Tunnel mit Rettungsstollen und eine viergleisige Verknüpfungsstelle (rote Linie im Luftbild) errichtet. Weiters wird die Verlegung der ÖBB-Bestandstrecke vorbereitet und dazu notwendigen Anlagen hergestellt (gelbe Linie im Luftbild). Der Neubaustreckentunnel im Los H8 setzt im Wiesinger Tiergarten den von Osten kommenden Tunnel des angrenzenden Bauloses H3-6 nach Westen fort und verläuft entlang des Bahnhofs Jenbach in einer Tiefe von rund 15 Metern. Nach Unterquerung der Inntalautobahn befindet sich die Tunnelröhre zwischen der Autobahn A12 und dem Inn. Der Tunnel unterfährt schließlich nochmals die Autobahn und taucht zur Verknüpfungstelle Stans auf. Westlich der Verknüpfungsstelle befindet sich das benachbarte Baulos H4-3. Die Bauarbeiten im Los H8 beginnen im Sommer 2006 und enden 2010.
 
Technische Beschreibung
 
Zur Herstellung des rund 3.470 Meter langen Tunnels Jenbach/Wiesing kommt eine Tunnelvortriebsmaschine mit flüssigkeitsgestützter Ortsbrust zum Einsatz. Der Lockermaterialvortrieb befindet sich durchgehend im Grundwasser. An der östlichen Baulosgrenze werden „Mixed-Face-Conditions“ (Kombination aus Fels und Lockermaterial) erwartet. Ausgehend von einer Startbaugrube im Nahbereich der Autobahn A12 westlich der Gemeinde Jenbach wird der Tunnel in Richtung Osten aufgefahren. Nach der Durchquerung eines vorab hergestellten Injektionsblockes kreuzt der Tunnel im Schutze eines Injektionsschirmes erstmalig die Inntalautobahn A12. Weiter verläuft der Tunnel im direkten Nahbereich des Inns bevor er den mittels Injektionen gesicherten TIWAG-Unterwasserkanal quert. Nach einer neuerlichen Querung der A12 erfolgt die Unterquerung der Gleisanlagen des Bahnhofes Jenbach. Im Anschluss unterfährt der Tunnel die vorab gesicherte Brücke der Landesstraße L7 sowie das Gewerbegebiet Jenbach. Im Schutze eines Injektionsschirmes ist nochmals die Querung der bestehenden Bahnstrecke im Bereich der Grube Gubert geplant. Die letzten rd. 260 Meter werden nach vorab hergestellter Bodenverbesserung in einem „schleifenden Verschnitt“ teilweise im Lockermaterial bzw. Fels aufgefahren. Die Tunnelvortriebsmaschine wird anschließend abgebaut und durch den hergestellten Tunnel abtransportiert, einzig der Schildmantel verbleibt im Tunnel. Mindestens 50 cm starken Tübbings kommen beim Ausbau des Tunnels zum Einsatz, ergänzend wird eine rund 20 cm dicke Brandschutzschale aus Ortbeton aufgebracht. Westlich der Startbaugrube befinden sich ca. 230 Meter Tunnel im Kastenquerschnitt, anschließend wird die rund 610m lange Wanne Jenbach errichtet. Diese Bauteile sind in offener Bauweise als „Weißen Wanne“ ausgebildet. Im Abstand von je 500m Rettungsschächte werden Rettungsstollen mit dem Haupttunnel verbunden. Zum Bau der Stollen wird im Zuge eines Rohrpressverfahrens ebenfalls eine Vortriebsmaschine mit flüssigkeitsgestützer Ortsbrust eingesetzt. Die für den Anschluss der Rettungsstollen an Haupttunnel und Rettungsschächte erforderlichen Dichtkörper werden im Düsenstrahlverfahren hergestellt.
 
Eckdaten
 
> Länge Los H8: 5.226m
> Länge Schildvortrieb: 3.476 m
> Durchmesser Vortriebsmaschine Haupttunnel: ca. 13 m
> Ausbruchquerschnitt Schildtunnel: ca. 133 m²
> Durchmesser Vortriebsmaschine Rettungsstollen: ca. 4,80 m
> Ausbruchsquerschnitt Rettungsstollen: ca. 18 m²
> Länge offene Bauweise: ca. 230 m
> Länge der Grundwasserwanne Jenbach: ca. 610 m
> Länge der Verknüpfungsstelle: 910 m
> Gesamtausbruch/-aushub: ca. 550.000 m³
> Baubeginn: Sommer 2006
> Vortriebsbeginn Schildmaschine: Herbst 2007
> Bauende: 2010
 
Aktueller Stand
 
Fortschritt Vortriebe und Bauweisen
Schildvortrieb: 3.476 m
Offene Bauweise: 230 m
Grundwasserwanne Jenbach: 610 m
 
Besondere Ereignisse: 
keine
 
Aktuelle Arbeiten:
Rettunqsschacht 2 (NBS km 42+370):
Übernahme erfolgte am 27.01.2010
Rettunqsschacht 3 (NBS km 41+915):
Herstellung der Innenschale des Rettungsschachtes 2. Abschnitt abgeschlossen, Rohbauarbeiten am SKG sind am Laufen
Rettungsschacht 6 (NBS km 40+320):
Die Rohbauarbeiten am SKG sind am Laufen.
Rettungsschacht 7 (NBS km 39+741):
Übernahme erfolgte am 29.01.2010
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Fortschritt Hauptbaumaßnahme H8
Fortschrittsanzeige Vortriebe und Bauweisen
 
Fortschrittsanzeige Fertigstellung Gesamtbaulos
 
 
Luftbildaufnahmen Hauptbaumaßnahme H8
 
Durchschlag der Tunnelvortriebsmaschine
 
Trassenverlauf Hauptbaumaßnahme H8
Trassenverlauf Hauptbaumaßnahme H8
 
Team
Hauptbaumaßnahme H8
Team des AM8 (1. v. links Dipl. Ing. (FH) Oliver Brantweiner; 2. v. links Dipl. Ing. (FH) Thomas Wallner; 3. v. links DI Walter Pointer; 2. v. rechts Ing. Stefan Ortner; 1. v. rechts DI Michael Knapp)
 
 
Weitere Informationen