1. Ausbauschritt2. AusbauschrittNews & PresseCommunityÜber uns


 
Hauptbaumaßnahme H3-6
Wiesing - Jenbach Ost
 
Allgemeine Beschreibung
 
Seit Mai 2007 wird am „Tiergartentunnel“ ,Hauptbaumaßnahme Los H3-6, Tunnel Wiesing / Jenbach Ost gearbeitet. Dieser Tunnel verbindet die beiden Lose H8 und H3-4, bei denen je eine Tunnelvortriebsmaschine zum Einsatz kommt. Zur Bauerschließung und späteren Nutzung als Fluchtweg (Rettungsstollen) wird ein befahrbarer Zugangsstollen mit einer Länge von 167 m hergestellt. Der bergmännische Vortrieb des Haupttunnels mit einer Gesamtlänge von 671 m erfolgt ausschließlich vom Zugangsstollen aus (Verzweigungsbauwerk) und wird Richtung Osten 221 m und Richtung Westen 441 m vorgetrieben. An den jeweiligen Vortriebsenden wird eine Aufweitung hergestellt, sodass die Tunnelvortriebsmaschinen der Nachbarlose H3-4 und H8 in diese einfahren können. Im Zugangsstollen ist eine Wendenische und eine Schalterkaverne vorgesehen. Die prognostizierten Baukosten belaufen sich auf ca. 13,8 Millionen Euro, das voraussichtliche Bauende ist für Anfang Januar 2009 geplant. Dies entspricht einer Bauzeit von 18 Monaten.
 
Technische Beschreibung
 
Der Tunnelvortrieb erfolgt in konventioneller zyklischer Bauweise nach den Vorgaben der neuen Österreichischen Tunnelbaumethode. Sowohl der Zugangsstollen als auch der Haupttunnel befinden sich über die gesamte Länge im Festgestein und werden mittels Sprengvortrieb vorgetrieben. Der Bereich der Verschneidung zwischen Zugangsstollen und Haupttunnel bildet das Verzweigungsbauwerk. Der Haupttunnel wird über die gesamte Länge von 671 m im Grundwasser vorangetrieben. Anfallende Berg- und Betriebswässer im Kalotten und Strossenvortrieb werden in Wassergräben und Pumpensümpfen erfasst und über eine Stahlrohrpumpleitung zur Abwasserbehandlungsanlage gefördert. Eine in der Sohle verlegte Baudrainage sorgt im Sohlbetrieb und beim Einbau der Innenschale für die Entwässerung während der Bauphase. Sowohl der Zugangstunnel als auch der Haupttunnelwerden im Endausbau druckdicht ausgebildet. Im Portalbereich des Zugangsstollens wird ein Lüftergebäude errichtet.
 
Eckdaten
 
> Tunnellänge gesamt: 671 m
> Stollenlänge gesamt: 160 m
> Ausbruchsquerschnitt gesamt Wendenische/Schalterkaverne mit
   Sohlgewölbe: 56,13 m2
> Ausbruchsquerschnitt gesamt Haupttunnel zweigleisig mit
   Sohlgewölbe: 118,35 m2
> Ausbruch Haupttunnel: 79.500 m3
> Ausbruch Zugangstollen/Wendenische/Schalterkaverne: 10.400 m3
> Innenschalenbeton Haupttunnel: 5.000 m3
> Sohlgewölbebeton Haupttunnel: 4.100 m3
> Innenschalenbeton ZGST/Wendenische/Schalterkaverne: 910 m3
> Sohlgewölbebeton ZGST/Wendenische/Schalterkaverne: 930m3
> Baubeginn: Mai 2007
> Bauzeit: 18 Monate


 
Aktueller Stand
 
Fortschritt Vortrieb Haupttunnel:
Kalotte:  671 m
Strosse: 671 m
Sohle:    671 m
 
Fortschritt Vortrieb Zugangsstollen:
Bergm. V. Profil:  193 m
Bergm. V Sohle: 193 m
 
Die Bauarbeiten im Hauptbaulos H3-6 sind vollständig abgeschlossen und der Tunnel wurde am 17.12.2008 von der damaligen Brenner Eisenbahn GmbH übernommen. In weiterer Folge wird im Tunnel in den kommenden Jahren die Eisenbahntechnik eingebaut und anschließend im vollem Umfang ausgerüstet sein.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fortschritt Hauptbaumaßnahme H3-6
Fortschrittsanzeige Vortrieb Haupttunnel
 
Fortschrittsanzeige Vortrieb Zugangsstollen
 
Fortschrittsanzeige Fertigstellung Gesamtbaulos
 
 
Trassenverlauf Hauptbaumaßnahme H3-6
Trassenverlauf Hauptbaumaßnahme H3-6
 
Team
Hauptbaumaßnahme H3-6
Team der Projektleitung 3
1. Reihe v.l.n.r.: DI Matthias Besser; DI Roland Leitner;
2. Reihe v.l.n.r.: Ing. Klaus Schretter; Barbara Hotter; Ing. Christof Wild
 
 
Weitere Informationen