Mit der vorgesehenen Vortriebsmaschine wird der anstehende Boden vollflächig an der Ortsbrust durch das in einer Stützflüssigkeit rotierenden Schneidrad gelöst. Der Schildbereich, in welchem das Schneidrad rotiert, wird als Abbaukammer bezeichnet und ist vom unter atmosphärischem Druck stehenden Schildabschnitt, in welchem auch die Tübbinge eingebaut werden, durch eine Druckwand getrennt. Durch eine Speiseleitung wird Stützflüssigkeit zugeführt welche in der Abbaukammer mit einem Druck beaufschlagt wird. Dieser entspricht dem anstehenden Erd- und Wasserdruck. Dadurch wird ein Gleichgewichtszustand erzeugt und somit ein unkontrolliertes Eindringen von Boden bzw. ein Stabilitätsverlust an der Ortsbrust verhindert. Das abgebaute und mit einer Stützflüssigkeit (in der Regel Bentonitsuspension) vermischte Bodenmaterial wird durch Förderleitungen im Tunnel bis zu einer Separieranlage außerhalbdes Tunnels gepumpt.
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