Der Tunnel durchörtert beginnend von Ost nach West Dolomite, Buntsandsteine, Anhydrite (Gips), Tonschiefer, Kalke und im Matzenpark Innschottersedimente. Auf einer Länge von rund 1 km wird ein bergwasserführendes Störungssystem durchfahren. Über eine temporäre Absenkung des Bergwasserspiegels und einen druckdichten Innenausbau des Tunnelsystems mit bis zu 60 cm starker bewehrter Innenschale kann die Standsicherheit gewährleistet und der Eingriff in das Wasserregime rückgängig gemacht werden. In ausgewählten Abschnitten wird im Hinblick auf den Brandschutz Kunststofffaserbeton eingebaut. Im ca. 300 m langen Abschnitt des Anhydrit-/ Gipsbereiches, welcher langfristig über seine quellenden Eigenschaften zu Sohlhebungen führt, wird über eine Liaporbetonknautschzone die Dauerhaftigkeit des Bauwerkes und des späteren Eisenbahnbetriebes gesichert. Zum Schutz der Anrainer vor Erschütterungen beim Eisenbahnbetrieb wurden Freihaltungen im Sohlbereich des Tunnels vorgesehen, in welchen im Zuge der Tunnelausrüstung auf die jeweilige Örtlichkeit und Situation abgestimmte Masse-Feder-Systeme eingebaut werden.Im Bereich des Ostportales befindet sich ein Zwischenlager für brauchbares Tunnelausbruchmaterial, welches im Anschlussbaulos Richtung Kundl wieder verwendet wird. |