Dammquerschitt und bahntechnische Ausrüstung
Vom Bahnhof Kundl Richtung Radfeld wird im Baulos H1 auf der Länge von ~ 5,25 km der bestehende Bahndamm verbreitert. Für das Beschleunigungsgleis nördlich der Bestandstrecke erfolgt der ergänzende Dammbau auf einen 3-gleisigen Querschnitt. Für die Verknüpfung Radfeld wird ab ca. NBS-km 24,30 zusätzlich südlich der Bestandstrecke der Damm für einen 4-gleisigen Querschnitt aufgeweitet. In dieser Verknüpfung werden die drei Gleise in zwei Bestandstreckengleise und zwei NBS-Gleise aufgefächert. Die NBS kommt zwischen den Bestandstreckengleisen zu liegen und taucht über eine Wanne in den Boden des Inntals ab. Die Errichtung des Unterbaus im Los H1 erfordert Erdbewegungen im Ausmaß von ~ 645.000 m³. Überwiegend wird das erforderliche Schüttmaterial aus einem Zwischenlager (bei ca. NBS-km 29,00) mit Ausbruchmaterial vom Tunnel Brixlegg entnommen. Die bahntechnische Ausrüstung des Abschnitts erfolgt schienengebunden. Ein komplexes Bauphasenkonzept koordiniert das Zusammenspiel zwischen der Errichtung des Unterbaus und der bahntechnischen Ausrüstung.
Ingenieurtragwerke und Straßenbau
Die durch die Verbreiterung des Bahndamms erforderlichen Anpassungen und Neuerrichtungen von Ingenieurbauwerken haben im Nahbereich des laufenden Bahnbetriebes auf der Bestandstrecke zu erfolgen. Die neu zu errichtenden Unterführungen werden aus diesem Grund jeweils in einen südlichen und einen nördlichen Bauabschnitt geteilt. Als Teil des Sicherheits- und Wartungskonzepts werden Zufahrtswege, Bahnbegleitwege und ein Rettungsplatz mit Hubschraubernotlandeplatz bei NBS-km 26,10 hergestellt.
Lärmschutz und Ökologische Ausgleichsmaßnahmen
Im Bereich des Bahnhofs Kundl erfolgt der Ausbau der bestehenden Lärmschutzmaßnahmen. Bestehende Lärmschutzwände werden verlängert bzw. erhöht. Eine zusätzliche Lärmschutzwand wird von ca. NBS-km 23,10 bis ca. NBS-km 24,00 nördlich des Beschleunigungsgleises gebaut. Beim Maukenbach kommt es zur Umsetzung einer ökologischen Ausgleichsmaßnahme: Der Bachlauf wird von der Einmündung in den Inn bis in den Bereich des bestehenden Retentionsbeckens durch eine naturnahe Gestaltung renaturiert und für Fische passierbar gemacht. Die Artenvielfalt im Maukenbach wird so erhöht.
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