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Oberbausysteme
 
Allgemeines zu Weichen
 
Weichen sind Oberbaukonstruktionen, die Schienenfahrzeugen das Abzweigen von einem Gleis auf ein anderes ohne Unterbrechung der Fahrt ermöglichen.

Weichen werden in Abhängigkeit von der Streckenbelastung, der Streckengeschwindigkeit sowie der erforderlichen Abzweiggeschwindigkeit ausgewählt.

Im Bereich der Neubaustrecke werden in den Verknüpfungsstellen Weichen eingebaut, um den Übergang von der Bestandsstrecke auf die Neubaustrecke bzw. umgekehrt zu ermöglichen.

Um den hohen Anforderungen aus dem Bahnbetrieb auf der Neubaustrecke und der Bestandsstrecke gerecht zu werden und eine hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, ist es notwendig, erprobte und moderne Weichen im Streckenbereich einzubauen.

Die Weichen sind mit beweglichen Herzstückspitzen ausgestattet. Damit erreicht man eine größere Laufruhe und einen verringerten Verschleiß an den Schienenfahrzeugen.

Die Weichen werden an Stelle von störungsanfälligen, mechanischen Antriebskomponenten mit modernen und wartungsarmen hydraulischen Weichenantrieben ausgestattet. Dadurch wird die Verfügbarkeit der Strecke wesentlich erhöht und der Instandhaltungs- und Wartungsaufwand deutlich verringert. Sollten dennoch Störungen auftreten, so werden diese durch elektronische Weichendiagnosesysteme ausgewertet und die Störungsmeldung mit Angabe des Fehlerortes und der Fehlerart an die Betriebsführungszentrale übermittelt.

Erstmalig in Österreich werden im Unterinntal Weichen eingebaut, die im abzweigenden Gleisstrang mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h befahren werden können. Diese Weichen weisen eine Gesamtlänge von 130 Metern auf.

Somit zählen die in den Verknüpfungsstellen eingebauten Weichen zu den modernsten Weichen im gesamten europäischen Eisenbahnnetz.

 
 
ÖBB Taurus bei Weichenüberfahrt
 
Zungenvorrichtung einer Schnellfahrweiche