Die Neubaustrecke wird als Hochgeschwindigkeitsstrecke für gemischten Verkehr mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h ausgelegt. Aufgrund dieser hohen Geschwindigkeit steigt die Belastung des Fahrweges stark an. Deshalb wird im Tunnelbereich, in den Wannen und der Galerie der Oberbau als Feste Fahrbahn ausgeführt. Unter dem Begriff Feste Fahrbahn wird ein Oberbau verstanden, bei dem der Schotter durch ein anderes lagebeständiges Material, z. B. durch Beton, ersetzt wird. Beton weist im Gegensatz zum Schotter keine oder nur eine sehr geringfügige Verformungen auf. Die für das Rad/Schiene-System vom Oberbau geforderte Elastizität wird bei der Festen Fahrbahn durch die Verwendung von elastischen Materialien zwischen Schiene und Schwelle und/oder unter der Schwelle erreicht. Bei der Festen Fahrbahn werden die Querschwellen entweder beibehalten oder durch Fertigteilplatten ersetzt. Auf der durchgehend zweigleisigen Neubaustrecke werden 68,7 km Oberbau als Feste Fahrbahn ausgeführt. Im Vergleich dazu wurden bis heute österreichweit in Summe ca. 120 km Feste Fahrbahn eingebaut. Die Vorteile der Festen Fahrbahn liegen gegenüber dem konventionellen Schotteroberbau in einem geringeren Erhaltungsaufwand und damit einer erhöhten Verfügbarkeit der Strecke, längeren Nutzungsdauer, exakteren Gleislage und damit größeren Laufruhe sowie einem geringeren Verschleiß an den Schienenfahrzeugen.
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