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Oberbausysteme
 
Elektrische Anlagen
 
Für den sicheren und störungsfreien Betrieb der neuen Unterinntalbahn müssen folgende Anlagen mit elektrischer Energie versorgt werden:

> Haupt- und Rettungstunnel
> Fluchtwege und Gebäude
> Rettungsplätze
> Pumpen zur Tunnelentwässerung
> Lüfter zur Rauchfreihaltung der Fluchtwege
> Klimaanlagen und Heizungen für Technikräume
> Antriebe für Türen und Tore
> Förderkorbanlagen in den Rettungsschächten

 
Einspeisung aus dem EVU-Netz
 
Die Energieversorgung erfolgt über die lokalen Energieversorgungsunternehmen (EVU) TIWAG und Stadtwerke Schwaz. Aus dem EVU-Netz wird die Neubaustrecke mit einer Spannung von 30 kV angespeist. Diese Hochspannung wird über Transformatoren auf die für die Stromverbraucher erforderliche Niederspannung von 400 bzw. 690 Volt reduziert. In Summe sind zur Versorgung der Neubaustrecke 26 Transformatorstationen notwendig.

Durch die Einspeisung der elektrischen Energie aus zwei unabhängigen Netzen an fünf verschiedenen Stellen ist eine sichere Stromversorgung gewährleistet. Bei Ausfall einer Netzeinspeisung wird automatisch auf die Ersatzeinspeisung umgeschaltet. Sollte es zu einem totalen Stromausfall im gesamten Inntal kommen und somit alle Netzeinspeisungen gleichzeitig ausfallen, werden die für die Sicherheit notwendigen elektrischen Anlagen mit Batterien über unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen (USV) versorgt. Zusätzlich stehen für die Pumpanlagen zwei Dieselnotstromaggregate zur Verfügung.

 
Energieversorgung entlang der Strecke
 
Im Tunnel sind auf beiden Seiten, jeweils in Abständen von 150 m, Anschlüsse zur Entnahme von elektrischer Energie für Wartungszwecke und für die Feuerwehr im Einsatzfall angebracht. Die Kabel liegen im Tunnel, geschützt in einem Kabeltrog, damit sie bei einem Unfall oder Brand nicht beschädigt werden können.
 
 
Transformator
 
Kabelverlegung
 
Detail eines Schaltkasten