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Abgeschlossene Arbeiten
 

Jänner 2009: Tunnel Vomp-Terfens geschafft
Der Bau des zweigleisigen Eisenbahntunnels Vomp – Terfens wurde im Herbst 2003 gestartet und mit enormen Anstrengungen vorangetrieben. Durch Sprengungen und mittels Tunnelbagger haben die Mannschaften rund 1,3 Millionen Kubikmeter Gestein aus dem Untergrund gelöst. Mit viel Einsatz und professioneller Planung wurden begleitende Herausforderungen wie Bergwässer und Lockermaterial durch die Arbeiter und Planer erfolgreich gemeistert. Zur Sicherung des Gebirges haben die Mineure 330.000 Kubikmeter Beton und 30.000 Tonnen Stahl eingebaut, in einem Teilabschnitt war der Vortrieb nur unter Druckluft möglich.
 
 
Dezember 2008: H3-6 Tiergartentunnel fertig
Der in bergmännischem Vortrieb (Sprengvortrieb) hergestellte Tunnel wurde innerhalb der vertraglich vereinbarten Frist aufgefahren. Nächster Arbeitsschritt im Tunnel ist der Einbau der Eisenbahnausrüstung nachdem die beiden Tunnelvortriebsmaschinen in die vorgesehenen Tunneleinfahrtskavernen des Loses H3-6 eingefahren sind.
 
 
Juli 2007: Galerie Terfens im Rohbau fertig gestellt
Das 1,3 Kilometer lange Bauwerk dient als Verbindung des Tunnels Vomp – Terfens mit dem Tunnel Fritzens. Eine besondere Herausforderung stellte in den vergangenen Jahren die eingeschränkte Zugänglichkeit der Baustelle dar. 67 Galerieblöcke mit einer Länge von rund 20 Meter waren zwischen der bestehenden ÖBB Bahnstrecke und einem geschützten Landschaftsteil herzustellen. Um den Bahnverkehr nicht zu behindern wurden Stahl, Beton und alle anderen Werkstoffe nur aus der Galerie heraus oder von der Stirnseite her eingebaut. Rund 800 Kubikmeter Beton – das sind immerhin fast 100 LKW-Fuhren – waren für jeden Galerieabschnitt erforderlich.
 
 
Februar 2007: Tunnel Brixlegg im Rohbau fertig
In zweijähriger Bauzeit wurden rund 500.000 m3 Fels aus dem Berg gebrochen und rund 150.000 m3 Stahlbeton eingebaut. Als Schlüsselstelle des Bauabschnittes erwies sich schließlich der Übergang vom Fels in den lockeren Boden des Inntals. Nur nach intensiven vorauseilenden Sicherungsmaßnahmen war der letzte Durchschlag des Tunnels möglich. Nächster Arbeitsschritt im Tunnel Brixlegg ist der Einbau der Eisenbahnausrüstung.
 
 
August 2006: Provisorische Anschlussstelle Kramsach mit Innbrücke
Für die Erschließung der Baueinrichtungsfläche westlich von Brixlegg wurde eine provisorischen Anschlussstelle zur A12 sowie eine Innbrücke in Auftrag gegeben. Der für den 5,8 Kilometer langen Tunnelvortrieb erforderliche Baustellenverkehr konnte somit umweltschonend über die Inntalautobahn abgewickelt werden.
 
 
Juli 2005: Wirtschaftswegunterführung Baumkirchen
Im Ortsteil Baumkirchen Unterfeld wurde die bestehende Wirtschaftswegunterführung abgebrochen und durch eine verbreiterte Unterführung ersetzt. Zudem wurde eine provisorische Verkehrsführung der Landesstrasse L224 erstellt. Die Baumaßnahme bildet die vorübergehende Umleitung des Straßenverkehrs der L224 während der Durchführung der Hauptbaumaßnahmen H7.
 
 
Juli 2003: Umlegung TIGAS-Leitung
Für die TIGAS-Hochdruckleitung zwischen Jenbach und Stans musste eine eigens gewählte neue Trasse mit mehr als 4 Kilometer gefunden werden. Die Wahl der neuen Energietrasse war jedoch nicht die einzige Aufgabe. Eine besondere Herausforderung ergab sich aus der Tatsache, dass es sich um die einzige Hochdruckleitung Tirols handelte, die das gesamte Bundesland westlich von Jenbach mit Erdgas versorgte. Aus diesem Grund durfte der Energiebetrieb weder unterbrochen noch eingeschränkt werden. Die Umschließungsarbeiten waren daher unter Aufrechterhaltung des Betriebdrucks von alter auf neue Leitung minutiös zu planen und durchzuführen.
 
 
Mai 2003: Ökologische Ausgleichsmaßnahme L1
Rund 2,71 Millionen Euro sind in den Gemeinden Kundl, Wiesing, Reith, Buch, Stans und Terfens für naturnahe Lebensräume von Flora und Fauna ausgegeben worden. Bis Juni 2004 haben die beauftragen Unternehmen eine Fläche von 136.000 Quadratmetern bearbeitet. Obwohl 12.000 Pflanzen gesetzt wurden, war der überwiegende Teil der bearbeiteten Gebiete als „Sukzessionsfläche“ vorgesehen. Das bedeutet, dass die betroffenen Flächen nicht planmäßig begrünt wurden, sondern der natürliche Pflanzenwuchs eine Chance zur Ansiedlung erhielt.
 
 
März 2003: Ufersicherung Fritzens
Östlich des Klärwerkes wurde auf einer Länge von rund 500 Meter der Uferbereich des Inns so befestigt, sodass in den folgenden Jahren gefahrlos alle Arbeiten an der neuen Unterinntaltrasse vorgenommen werden konnten. In dieser Zone wurde in einem späteren Arbeitsschritt die 1.330 Meter langen Galerie Terfens hergestellt. Die Arbeiten wurden unter Nutzung des winterlichen Niedrigwassers durchgeführt. Steckhölzer zwischen den Ufersteinen sorgen für einen raschen Neubewuchs. Unter anderem ist in diesem Bereich eine Galerie vorgesehen, die neben den bestehenden Gleisen liegend die neue Trasse aufnehmen wird.
 
 
Bohrprogramm 2002
Zur Detailerkundung der Trassenbereiche in Wiesing und Jenbach sowie an den Portalbereichen in Brixlegg ist im Herbst 2002 ein umfangreiches Bohrprogramm durchgeführt worden. An mehr als 40 Bohrstellen wurden rund 1.800 Meter Bohrkerne zu Tage gebracht. Die Bohrkerne wurden einer eingehenden Analyse unterzogen und lieferten wertvolle Entscheidungsgrundlagen für die kommenden Baumaßnahmen.
 
 
Überführung Stans
Die Überführung Stans wird in den kommenden Jahren zwei Baustellen zur Errichtung des 10,5 Kilometer langen Tunnels Stans - Terfens sowie des 4,5 Kilometer langen Tunnels Wiesing - Jenbach erschließen. Hergestellt wurde die Brücke zwischen April 2001 und Herbst 2002. Durch die Überführung Stans bleiben die umliegenden Siedlungsgebiete weitgehend vom schweren Baustellenverkehr verschont.
 
 
Anbindung Jenbach
Zwischen Mai und Dezember 2002 ist im Osten von Jenbach eine Zu- und Abfahrt zur Inntalautobahn A 12 hergestellt worden. Siedlungsgebiete im Raum Tiergarten (H3-6) bleiben so weitgehend vom Baustellenverkehr verschont.
 
 
Anbindung Weer
Über die Anbindung Weer wird der Baustellenverkehr aus dem Raum Terfens gemäß den Auflagen aus der Umweltverträglichkeitsprüfung direkt über die Inntalautobahn A 12 abgewickelt. Der Baustart erfolgte Ende Juni 2002, bereits im September 2002 wurde der Verkehr für die Errichtung des 10,5 Kilometer langen Tunnel Stans - Terfens über die Anbindung Weer vollzogen.
 
 
Unterführung Terfens
Als projektvorbereitende Maßnahme ist im Gemeindegebiet von Terfens eine neue Unterführung unter der bestehenden Eisenbahn errichtet worden. Das Bauwerk diente zur Erschließung des Portalbereiches des Tunnels Stans – Terfens und in weitere Folge als Zufahrt zum . Die Inbetriebnahme erfolgte im August 2002.
 
 
Lärmschutzschüttung Fiecht
Das Portal des Erkundungsstollens Fiecht befindet sich im Nahbereich der Autobahnabfahrt Schwaz. Das Tunnelausbruchmaterial wurde zum Teil zur Herstellung einer Lärmschutzschüttung für Autobahnanrainer verwendet. Insgesamt wurden aus dem Erkundungsstollen rund 36.000 Kubikmeter Material ausgebrochen.
 
 
Erkundungsstollen Fiecht
Die Vortriebsarbeiten am Erkundungsstollen Fiecht haben im Februar 2001 begonnen. Das auch von der Inntal Autobahn A12 nahe Schwaz gut einsehbare Portal wurde am Hang errichtet, um nur einmal im Zuge der Hauptbaumaßahmen das Grundwasser in diesem Bereich anzufahren. Mit dem Durchschlag zum Erkundungsstollen Vomp bei Station 1005 ist ein Bauwerk mit einer Länge von 5.648 Meter entstanden.
 
 
Erkundungsstollen Brixlegg West
Die Arbeiten am Erkundungsstollen Brixlegg West wurden zu Beginn des Jahres 2000 gestartet. Nach Herstellung eines 270 Meter langen Zugangsstollens erfolgte der weitere Vortrieb im Querschnitt des zukünftigen Eisenbahntunnels. Im Zuge der Vortriebsarbeiten wurde die Baumethode den angetroffenen schwierigen geologischen Verhältnissen angepasst. Um die sensiblen Bereiche unter dem Matzenpark nicht mehrmals durch Baumaßnahmen zu belasten, erfolgte in diesem Bereich bereits der Ausbruch des zukünftigen Tunnelquerschnittes. Im Jahre 2003 wurden die Vortriebsarbeiten am Erkundungsstollen Brixlegg West nach einem Vortrieb von 633 Meter eingestellt.
 
 
Erkundungsstollen Vomp
Am 3. September 1999 wurde der Erkundungsstollen Vomp ausgehend von einer Schottergrube in Vomperbach offiziell angeschlagen. Nach Herstellung einer Zugangskaverne erfolgte der Vortrieb parallel zum zukünftigen Bahntunnel 1050 Meter in Richtung West und 3.593 Meter Richtung Ost. Der Durchschlag zum Erkundungsstollen Fiecht erfolgte am 4. Dezember 2001.
 
 
Erkundungsstollen Brixlegg Ost
Der Erkundungsstollen Brixlegg Ost wurde am 15. April 1999 als erster von vier Erkundungsstollen angeschlagen. 30 Meter neben dem zukünftigen Eisenbahntunnel diente der Vortrieb des Stollens zur exakten Erkundung der geologischen Verhältnisse im Berg. Nach einem Vortrieb von 2.276 Meter ist das Stollenbauwerk am 14. August 2001 von der ausführenden Firma übernommen worden. Der Erkundungsstollen diente nach Herstellung des Eisenbahntunnels als Rettungsstollen.
 
 
Ufersicherung Baumkirchen
Auf einer Länge von rund 500 Meter sind im September 2001 Maßnahmen zur Sicherung des Innufers in Baumkirchen durchgeführt worden. Die Arbeiten dienten als Vorbereitung für kommende Bahnbaumaßahmen. Um den Querschnitt des Flussbettes zu erhalten, wurde am gegenüberliegenden Innufer ein neuer Flussarm geschaffen. Ergänzende Arbeiten waren die Verlegung von 600 Meter Abwasserleitung, die Erneuerung der Fallbachbrücke sowie die Schüttung von 1300 Meter Bahndamm im Nahbereich der bestehenden Gleisanlagen. Die Fertigstellung erfolgte im September 2002.
 
 
Bohrprogramme 1998
Zwei große Bohrkampagnen sind in den ersten Jahren der Projektaufbereitung umgesetzt worden. Im Zuge dieser Arbeiten hat man 23.000 Meter Bohrkerne zutage gebracht und analysiert. Die Bohrkerne sind zur weiteren Verwendung im Projektgebiet gelagert.